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Energieeffizienz - Energiestandard

 

In der Bauwirtschaft gibt es eine Vielzahl von Energiestandards und Bezeichnungen. Diese sind teilweise durch Verordnungen und Normen festgelegt. Wohngebäude energieeffizient zu bauen ist gesetzlich vorgeschrieben. Wer über die Mindestanforderungen hinausgeht, wird mit staatlicher Förderung belohnt. Viele Standards sind inzwischen zertifiziert und/oder qualitätsgesichert.

Der Energiestandard eines Gebäudes legt fest, wie hoch der Energiebedarf pro Quadratmeter Energiebezugsfläche und Jahr sein darf. Jedes neue Wohngebäude muss heute als Energiesparhaus geplant und ausgeführt werden. Welche Vorgaben dabei einzuhalten sind, bestimmen die aktuelle Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG).

Generell wird ein bestimmter Energiestandard durch bauliche Maßnahmen und Haustechnik erreicht. Das Nutzerverhalten hat keinen Einfluss auf den Standard, beeinflusst aber den tatsächlichen Verbrauch.

Gemäß Industrieausschuss des Europäischen Parlaments sollten alle Gebäude, die nach dem 31. Dezember 2018 errichtet werden, ihren Energiebedarf vor Ort erzeugen.

Energieeffizient bauen in der Praxis:

 

So könnte beispielhaft ein Einfamilienhaus, das die Bestimmungen von EnEV und EEWärmeG erfüllt, aussehen:

 

- Hochdämmendes Mauerwerk

- Dach und Kellerdämmung

- Fenster mit zwei, eher dreifacher Wärmeschutzverglasung

- Ölbrennwertheizung plus Solarthermie zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung

- Wohnungslüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

 

Eine Alternative zur Brennwert-Solar-Kombination wäre beispielsweise eine Pelletheizung.

 

Weiter folgend zeigen wir Ihnen Beispielrechnungen, die die Vorteile von Energieeffizientem Bauen darstellen. Es werden die verschiedenen Faktoren genannt, die zu energiesparendem Wohnen führen. Je energiesparender gebaut wird, umso höher wird der Zuschuss bzw. die KFW-Förderung ausfallen.

 

Bungalow

1 Geschoss, 120 m²


Bungalow
Ansicht: rechte Seite
Ansicht: Straßenseite
Ansicht: linke Seite
Ansicht: Gartenseite

 

 

Es werden verschiedene Ziegelwandbaustoffe T 10, T 9 (mit Perlit) T 7 (mit Perlit) in Verbindung mit EnEV 2009, EEWärmeG 2009 z.B. Solar Wärmepumpen, Effizienzhäuser KfW 85 und KfW 70 für den Beispielgrundriss eines Bungalows betrachtet.

HT = der flächenbezogene Transmissionswärmeverlust
QP = der Primärenergiebedarf
BWT = Brennwerttechnik Gas
SWW = Solar für Warmwasser
SWH = Solar mit Heizungsunterstützung
WP = Wärmepumpe

 

Wandbaustoff Ziegel Bungalow T10 T10 T9 T9 T7 T7
0,400 0,400 0,400 0,400 0,400 0,34
0,254 0,254 0,244 0,244 0,217 0,21
ja ja ja ja ja ja
BWT SWW BWT SWH BWT SWW WP BWT SWW BWT
94,420 94,420 94,420 94,42 94,420 94,42
73,010 68,100 70,690 53,25 64,530 77,79
85 85 85 70 70 85
ca. 22% ca. 28% ca. 25% ca. 43% ca. 32% ca. 18%

Stadtvilla

2 Geschosse, 145 m²


Bungalow
Ansicht: rechte Seite
Ansicht: Straßenseite
Ansicht: linke Seite
Ansicht: Gartenseite

 

 

Es werden verschiedene Ziegelwandbaustoffe T 10, T 9 (mit Perlit) T 7 (mit Perlit) in Verbindung mit EnEV 2009, EEWärmeG 2009 z.B. Solar Wärmepumpen, Effizienzhäuser KfW 85 und KfW 70 für den Beispielgrundriss eines 2 Geschossers betrachtet.

HT = der flächenbezogene Transmissionswärmeverlust
QP = der Primärenergiebedarf
BWT = Brennwerttechnik Gas
SWW = Solar für Warmwasser
SWH = Solar mit Heizungsunterstützung
WP = Wärmepumpe

 

Wandbaustoff Ziegel 2 Gesch. T10 T10 T9 T9 T7 T7
0,400 0,400 0,400 0,400 0,400 0,34
0,362 0,362 0,347 0,347 0,298 0,272
ja ja ja ja ja ja
BWT SWW BWT SWH BWT SWW WP BWT SWH BWT
90,29 90,29 90,29 90,29 90,29 90,29
79,13 70,76 72,57 51,31 61,14 73,81
  85 85 70 70 85
ca. 13% ca. 23% ca. 20% ca. 43% ca. 32% ca. 18%


Einfamilienhaus

1,5 Geschosse, 145 m²


Bungalow
Ansicht: rechte Seite
Ansicht: Straßenseite
Ansicht: linke Seite
Ansicht: Gartenseite

 

 

Es werden verschiedene Ziegelwandbaustoffe T 10, T 9 (mit Perlit) T 7 (mit Perlit) in Verbindung mit EnEV 2009, EEWärmeG 2009 z.B. Solar Wärmepumpen, Effizienzhäuser KfW 85 und KfW 70 für den Beispielgrundriss eines 1,5 Geschossers betrachtet.

HT = der flächenbezogene Transmissionswärmeverlust
QP = der Primärenergiebedarf
BWT = Brennwerttechnik Gas
SWW = Solar für Warmwasser
SWH = Solar mit Heizungsunterstützung
WP = Wärmepumpe

 

Wandbaustoff Ziegel 1,5 Gesch. T10 T10 T9 T9 T7 T7
0,400 0,400 0,400 0,400 0,400 0,34
0,338 0,338 0,326 0,326 0,266 0,252
ja ja ja ja ja ja
BWT SWW BWT SWH BWT SWW WP BWT SWH BWT
94,62 94,62 94,62 94,62 90,69 90,69
80,45 74,66 77,96 54,75 61,3 69,96
  85 85 70 70 85
ca. 15% ca. 21% ca. 18% ca. 42% ca. 32% ca. 23%